Gedanken

Pflaster für die Seele

Mein Jüngster kommt weinend die Treppe hoch, er hat sich beim Fahrradfahren das Knie aufgeschlagen. Mit ein bisschen Kuscheln und einem schicken Pflaster ist schnell wieder alles gut. Früher, als sie noch kleiner waren, hat manchmal sogar einfach nur Pusten geholfen und schon war wieder ein Lächeln auf dem süßen Gesicht.
Wie schön wäre es, wenn sich alle Probleme so leicht lösen lassen würden! Wenn wir jeden Schmerz einfach wegpusten könnten. Dieses Vertrauen, mit dem Kinder zu ihrer Mama gelaufen kommen und sich darauf verlassen, dass es ihnen bei ihr wieder besser gehen wird, ist unglaublich schön. 

Mit den Jahren lernt man leider, dass nicht alles einfach weggepustet werden kann und mancher Schmerz trotz aller Liebe nicht vergeht. Das auch die größte Mutterliebe nicht jede Krankheit heilen kann und man manchmal an den Rand dessen kommt, was man ertragen kann. Was kann dann noch helfen? 

Was in meinem Herzen immer ankommt, egal wie tief ich gerade in Problemen stecke, ist Musik. Sie erreicht Stellen, an denen Logik und Vernunft keinen Zugang mehr haben. Wenn sich schon alles taub anfühlt vor lauter durchhalten müssen, dann sind manche Lieder wie ein Pflaster für die Seele. Sie erinnern mich an den Einen, der über allen Problemen und Sorgen steht. Der mich versteht und mich liebt und mich nie im Stich lässt.

Diese Seelenpflaster möchte ich mit euch teilen und hoffe, dass sie euch so trösten können, wie sie mich schon getröstet haben!

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