Gedanken

Warum musste Jesus sterben?

Heute ist Karfreitag und wenn man sich die biblische Geschichte von Karfreitag mal ansieht kommt man zu dem Ergebnis: Es ist echt brutal! Jesus wird geschlagen, an ein Kreuz genagelt, in der Sonne aufgestellt und die Menschen stehen drum herum und warten bis er qualvoll stirbt. Warum? Hätte es keinen anderen Weg gegeben? Und wie soll ich das meinen Kindern erklären?
Gerade heute an Karfreitag erinnern wir uns an Jesu Tod. Eine kleine Geschichte, die es uns leichter macht das ganze zu verstehen und auch zu erklären haben ich hier für euch:

Vor vielen Jahren lebte ein Kapitän. Er fuhr mit seinem Schiff auf eine lange Reise und nahm einen Teil seiner Familie mit, seine Mutter. Eines Tages wurde ihm gemeldet, dass jemand sich bei den streng rationierten Vorräten bediente und Lebensmittel stahl. Der Kapitän war außer sich über diesen Vorfall, denn ohne Lebensmittel würden sie alle sterben. Er rief die ganze Schiffsbesatzung zusammen und gab allen zu verstehen, dass von nun an jeder ausgepeitscht würde, der unerlaubt Lebensmittel aus der Kombüse nehmen würde.

Nicht lange danach kam der Smutje zum Kapitän und informierte ihn über weitere Diebstähle. Glücklicherweise hatten einige Matrosen den Dieb auf frischer Tat ertappt. Es war jemand, mit dem der Kapitän nicht im entferntesten gerechnet hatte: Seine eigene Mutter!

Er war hin und her gerissen. Was sollte er nur tun? Ließe er seine eigene Mutter auspeitschen, würde sie mit Sicherheit sterben. Ließe er sie ungestraft davonkommen, würde er gegenüber seiner Mannschaft völlig unglaubwürdig und stünde als ein Rechtsbeuger da.

Die Tatsache, dass die Mutter des Kapitäns die Lagervorräte stahl, verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Jeder war gespannt, was der Kapitän jetzt machen würde. Er war bekannt für seine Konsequenz und Gerechtigkeit, aber auch für seine gute und liebevolle Beziehung zu seiner Mutter. Was tat er also?

Er ordnete an, seine Mutter an den Mast zu binden und rief dazu die ganze Mannschaft zusammen. Dann befahl er, mit dem Auspeitschen zu beginnen. Der Maat holte zum ersten Schlag aus, als etwas Ungeheuerliches geschah: In diesem Moment beugte sich der Kapitän über seine Mutter und ließ sich selbst für sie auspeitschen.

Auf diese Weise gelang ihm beides: Es wurde der Gerechtigkeit Genüge getan und gleichzeitig seine Mutter vor dem sicheren Tod bewahrt. Die Strafe wurde bezahlt, aber es war der Kapitän selbst, der diese Strafe auf sich nahm. Er musste einen hohen Preis zahlen, aber er tat es aus Liebe und Barmherzigkeit zu seiner Mutter.

Wir alle haben Fehler gemacht und Strafe verdient. Es ist schwer, sich einzugestehen, nicht aus eigener Kraft Gottes Liebe zu verdienen oder in den Himmel zu kommen. Es ist eine Art Kapitulation, die mich meinen Stolz, meine vermeintlichen Verdienste, meine Selbstbestimmtheit kostet. Ich erkenne, dass ich letztlich nichts vorzuweisen habe, was die kaputte Beziehung zwischen Gott und mir kitten könnte, die ich durch mein schuldhaftes Verhalten an Gott, meinen Mitmenschen und mir selber verursacht habe. Es ist ein Geschenk das Gott uns macht. Er bietet dir und mir Vergebung an. Doch fordert dies meine persönliche Entscheidung, die niemand für mich treffen kann: weder meine Eltern, mein Ehepartner, noch mein Pastor. Die Vergebung Jesu kommt nicht automatisch wie ein Regenguss: „Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht.“ (Johannes 3,16). Dieses „an ihn glauben“ ist etwas aktives das von uns ausgehen muss. Erst treffe ich eine Entscheidung und dann wächst daraus eine Beziehung, die mich jeden Tag meines Lebens begleitet.

Und gerade weil es so brutal ist, zeigt es doch wie sehr Jesus uns lieb hat! Das waren du und ich ihm wert! Vielleicht bist du im Moment einsam und fühlst dich von der Welt vergessen. Oder du fühlst dich wertlos und ungeliebt, weil Menschen dich schlecht behandeln. Dann denk daran, was Jesus bereit war für dich zu ertragen, er liebt dich wie kein Mensch es kann!

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